Erfahrungsbericht Dachzelt „Overcamp“ von Autohome (IT)

Als ersten Artikel auf unserer Homepage wird es, auf Wunsch einer jungen Dame bei Facebook, einen Testbericht unseres Dachzeltes geben. Dankschön Sarah für deine Frage, denn sonst wäre ich wohl nicht gleich darauf gekommen einen Bericht dazu zu verfassen.

Allgemein:

Zunächst einmal sei gesagt, dass es Dachzelte in verschiedenen Größen und Varianten gibt. Ich habe mich für die einfache Stoffzelt Variante entschieden und das nicht nur aus Kostengründen, nein es ist meines Wissens nach die größte verfügbare Variante an Dachzelten. Ganze 180 cm Außenbreite (innen: 175 cm) und eine Länge von 200 cm bieten Platz für 2 Erwachsene und 2 Kinder. Oder in unserem Fall: 2 Erwachsene, 1 Kind und 1 verwöhnter Zwergpinscher, der sich groß wie ein Dobermann machen kann. Aber das gehört an eine andere Stelle.

Platzangebot :

Die Hartschalenzelte kosten teilweise erheblich mehr und bieten maximal 155 cm Platz in der Breite. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass sich die Hartschalenmodele nicht ausklappen lassen. Unseres wird von 90 cm auf 180 cm verdoppelt und kann daher mit wesentlich mehr Platz punkten. Wer schonmal gezeltet hat, wird bestätigen könne, dass 20 cm Breite auf 2 Meter Länge einen großen Unterschied machen können um noch das ein oder andere mehr unter zu bekommen (Schuhe, Klamotten etc.). Man kann sogar zwei dieser Zelte miteinander kombinieren, auf einem!!! Autodach und somit können dann bis zu 8 Personen Platz finden. In der Höhe findet man 92 cm bis maximal in der Mitte 115 cm Platz zum beispielsweise gemütlichen Kartenspielen.

Lieferung:

„Ich stell dir das mal hier hin!“ Mit diesen Worten wurde unser Overcamp durch eine Spedition geliefert. „Ja, okay, ich mach mir mal nen Kopf wie ich das in den Keller bekomme!“ erwiederte ich gelassen darauf. Nun ja, das ganze Paket mit 57 Kg Dachzelt, Leiter, schmaler Europalette und Verpackung wog lt. Spedition ganze 80 Kg. Also musste ich so viel Gewicht wie möglich los werden, um es allein in den Keller zu bekommen. Um es kurz zu machen: ich habe es ausgepackt und via Schwerkraft die Treppe hinabgleiten zu lassen. Den Rest des Weges ging es seitlich tragend am Verschlussgurt des Zeltes, als einzelne Person etwas unhandlich so ein 35 x 90 x 200 cm zusammen gefaltenes Dachzelt.

Montage:

 

Um ein Dachzelt überhaupt montieren zu können, brauch man Dachgepäckträger im Profil 20 x 30 mm um die dazugehörigen Befestigungsklammern festmachen zu können. Ich habe aus Sicherheitsgründen, ehrlich gesagt, weil ich wieder mal nicht richtig gelesen habe, breitere Dachträger bestellt. Es ist aber durchaus empfehlenswert 4 Dachträger zu verwenden, weil das Dachzelt dann logischer Weise mehr Auflagefläche hat. (hab ich irgendwo gelesen)

Am Donnerstag (4.05.2017) war ein guter Freund kurzfristig zu Besuch (danke nochmal Benjamin), um mit mir zusammen das Overcamp das erste Mal auf Buddhas Kopf zu legen (Dach vom Skoda Roomster) und festzustellen, dass das für meine Frau ziemlich schwer werden dürfte. Aber es passt und es muss „nur noch“ montiert werden, also erstmal wieder runter. Am nächsten Tag hatte ich frei und war mit Rambo eine kleine Runde joggen, wobei man bekanntlich seinen Gedanken freien Lauf lassen kann...
“Schatz, wollen wir vielleicht am Wochenende nach Italien fahren?!“, schrieb ich meiner Frau als wir vom Joggen wieder zu Hause waren per SMS und ihre erfreuliche Antwort war „Ähh, okay :-D “. Yeah, es geht für ein Wochenende auf Reise (Bericht dazu an anderer Stelle).
Eine Freundin und meine Frau packten dann schließlich gemeinsam mit an, um das Zelt auf den Roomster zu heben und ich machte mich an die Montage. Das Festschrauben der Klammern sollte sich als sehr mühsehlig erweisen. Daher haben wir nach der Reise die beiden Befestigungsdachträger am Zelt gelassen, damit ich das nächste Mal nicht wieder so lange schrauben muss. Erschwert wurde der Schraubvorgang von den beiden zusätzlichen Trägern und durch die Wölbung des Autodachs. Tipp: zusätzliche Träger erst nach Montage anbringen um mehr Freiraum beim Schrauben zu haben. Diese zusätzlichen Träger habe ich soweit es ging auf dies rechte Seite (Ausklapprichtung) geschoben, damit das Zelt zusätzliche Auflagefläche & Stabilität im offenen Zustand erhält. Ist aber nicht zwingend notwendig, sieht etwas komisch aus und eben meine Variante.

 

Reiseverhalten:

Bei der Autofahrt ist sofort der erhöhte Schwerpunkt des Fahrzeugs zu spüren, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran und schließlich ist man ja auf der Reise, nicht auf der Flucht. Der Hersteller gibt an mit dem Dachzelt nicht schneller als 130 Km/h zu fahren und das finde ich mehr als in Ordnung, denn ab da wird das Fahren meiner Meinung nach ohnehin zu laut und instabil. Bei stärkerem Wind sollte man die 100 Km/h nicht zwingend überschreiten! Allgemein pfeift unser Zelt auf Grund der dazugehörigen Schutzplane und der viereckigen Form ein wenig bei höheren Geschwindigkeiten, aber auch daran gewöhnt man sich schnell oder macht einfach die Gute-Laune-Reise-Musik etwas lauter. Dies ist sicher bei den windschnittigeren Hartschalenzelten nicht so sehr der Fall.

 

Auf- und Abbau:

Der Aufbau unterwegs geht recht schnell wie ich festgestellt habe und ist nach
max. 5 Minuten komplett erledigt. Schutzplane ab, Leiter einhängen und mit dieser das Zelt ausklappen, fertig. Der Abbau geht im Prinzip genauso schnell, bis auf, dass man hier die Schutzplane am Zeltboden mittels dazugehörigen Gummiband befestigen anstatt lösen muss. An manchen Ecken erwies sich das etwas schwierig und daher dauert der Abbau bis zum Weiterfahren ein paar Minuten länger. Luxusprobleme.

Schlafverhalten:

 

Wir hatten das Glück das Zelt an einem einzigen Wochenende in verschiedenen Wetterlagen testen zu dürfen. Es ist auf jeden Fall durch und durch regenfest, wenn auch der Regen, wie bei vermutlich jedem Zelt, die Ruhe der Nacht etwas beeinflusst. Das Einsteigen ins Zelt bei Regen ging auch ohne Vorzelt überraschend trocken und problemlos, was uns sehr freute, denn wer will schon eine nasse Matraze im Dachzelt. Dementsprechend erholsam war, trotz Regen, auch der Schlaf. Die Matrazen reichen vollkommen aus, sind bequem und sorgen für eine angenehme Liegefläche. Wir haben uns entschieden so zusagen quer im Zelt zu schlafen. Wir sind so klein, dass uns die 175 cm Breite als Länge ausreichen und wir somit eine Breite von 200 cm zur Verfügung haben. Belüftungsmöglichkeiten gibt es auch genügend, die wir aber wegen Regen, frischeren Temperaturen nicht genutzt haben, und, weil wir erst bei angenehmen 20 °C Außentemperatur wieder aufgewacht sind. Aber auch bei um die 7 °C ist es nicht zu kalt im Zelt und das Kondenzwasser ist ebenfalls recht schnell verschwunden. Wir haben es denoch zu Hause nochmal 2 Tage im Keller aufgeklappt lüften lassen.

 

Preis:

 

Kommen wir als letzten Punkt noch zum Preis. Das Dachzelt Overcamp von Autohome hat uns bei Globetrotter um die 1800 Euro gekostet, ist allerdings beim Hersteller wohl auch günstiger zu erwerben, weil dadurch eben der Zwischenhändler ausfällt.

 

Fazit:

 

Alles in Allem sind wir super zufrieden mit der Wahl unseres Dachzeltes Overcamp von Autohome. Es ist trotz der enormen Größe platzsparend und schnell aufgebaut. Die Montage erweist sich beim ersten Mal etwas mühsehlig, aber wenn man weiß worauf man achten muss, ist auch das super gelöst. Schließlich soll es ja auch halten und nicht umkippen oder auf der Reise „verloren gehen“. Es sorgt trotz der relativ dünnen Matrazen für erholsamen Schlaf auch bei kälteren Temperaturen und Regen. Die Schutzplane ist straff am Dachzelt befestigt und dadurch dauert das Abbauen ein paar Minuten länger. Auf jeden Fall halten Zelt und Schutzplane den Regen außerhalb und sind daher bedenkenlos auch bei starkem Regen verwendbar. Dadurch, dass das Zelt die Autobreite übertrifft, ist der Überstand bei schlechtem Wetter auch als kleiner Unterschlupf nutzbar, was ein weiterer Pluspunkt ist. Dem kleinen Hund hat es offensichtlich auch gefallen, nur das Hochgehobenwerden war ihm nicht geheuer...haha, aber geschlafen hat er wie ein Stein.

Wichtigste Punkte:

 

  • Zweck, Größe und Nutzen durchdenken

  • Dachträger in 20 x 30 mm Profilstärke

  • Gewicht einkalkulieren

 

Um die Sache am Ende etwas abzukürzen: absolut TOP das Dachzelt „Overcamp“ von Autohome, 9/10 Punkte lautet unser Testurteil, nachdem ersten Wochenende im Herstellerland Italien. Weitere Infos zur Montage, den Produkten, Zubehör, Preisen etc. findet ihr auf http://www.autohome-official.com/de/

Kurz zusammengefasstes Testurteil von Mia: „Es ist bequem, bietet viel Platz und es ist schön dunkel.

 

Ich mag es!“

Feedback wird natürlich erwünscht, dankend angenommen und ich hoffen der erste Testbericht ist ganz gut geworden.

Vielen Dank für`s Lesen, euer Waldi